Uta Rohländer
Uta Rohländer, verheiratete Fromm (* 30. Juni 1969 in Merseburg) ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin und Olympiamedaillengewinnerin, die in den 1990er-Jahren zur Weltspitze im 400-Meter-Lauf gehörte. Ihr größter Erfolg ist der Sieg in der 4-mal-400-Meter-Staffel bei den Weltmeisterschaften 1997 in Athen. 1996 in Atlanta gewann sie Olympiabronze mit der 4-mal-400-Meter-Staffel.
Erfolge im Einzelnen
- 1987, Junioreneuropameisterschaften (für die DDR startend): Platz 1 im 400-Meter-Lauf (52,46 s); Platz 1 mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:32,17 min, zusammen mit Stefanie Fabert, Daniela Steinecke und Birte Bruhns)
- 1991, Weltmeisterschaften 1991: Platz 3 mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:21,25 min, zusammen mit Katrin Krabbe, Christine Wachtel und Grit Breuer)
- 1992, Olympische Spiele: Platz 6 mit der 4-mal-400-Meter-Staffel
- 1994, Europameisterschaften: Platz 3 mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:24,10 min, zusammen mit Karin Janke, Heike Meißner und Anja Rücker; Uta Rohländer als zweite Läuferin)
- 1995, Weltmeisterschaften: Platz 4 mit der 4-mal-400-Meter-Staffel
- 1996, Olympische Spiele: Platz 3 mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:21,14 min, zusammen mit Linda Kisabaka, Anja Rücker und Grit Breuer; Uta Rohländer als Startläuferin) Für den Gewinn der Bronzemedaille im 4-mal-400-Meter-Staffellauf erhielt sie, zusammen mit ihren Staffelkameradinnen, vom Bundespräsidenten das Silberne Lorbeerblatt.[1]
- 1997, Weltmeisterschaften: Platz 1 mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:20,92 min, zusammen mit Anke Feller, Anja Rücker und Grit Breuer; Uta Rohländer als zweite Läuferin)
- 1998: Europameisterschaften: Platz 1 mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:23,03 min, zusammen mit Anke Feller, Silvia Rieger und Grit Breuer; Uta Rohländer als zweite Läuferin)
- 1999: Weltmeisterschaften: Platz 3 mit der 4-mal-400-Meter-Staffel (3:22,43 min, zusammen mit Anke Feller, Anja Rücker und Grit Breuer; Uta Rohländer als zweite Läuferin)
Uta Rohländer startete für den SV Halle und trainierte bei Harald Werner. In ihrer aktiven Zeit war sie 1,73 m groß und wog 60 kg. Während ihrer Sportlerkarriere studierte sie zunächst Sport und Biologie und machte das Staatsexamen. Danach machte sie den Abschluss als Diplom-Physiotherapeutin (Diplomarbeit: Laufbandanalysen mit Diabetespatienten). Sie war verheiratet mit Alexander Fromm, mit dem sie eine Tochter hat. Fromm ist der Sohn des 800-Meter-Europameisters von 1969, Dieter Fromm.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ 7. Sportbericht der Bundesregierung an den Bundestag vom 31. 10. 1999, Drucksache 14/1859, ... wurden die Medaillengewinner der Olympischen und Paralympischen Spiele 1994 und 1996 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnrt ...
1983: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Walther, Busch, Koch, Rübsam, Bremer*, Fiedler*
1987: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Neubauer, Emmelmann, Müller, Busch, Ullrich*
1991: Sowjetunion SUN Ljadouskaja, Dschyhalowa, Nasarowa, Bryshina, Tschuprina*
1993: Vereinigte Staaten USA Torrence, Malone, Kaiser-Brown, Miles, Dendy*, Collins*
1995: Vereinigte Staaten USA Graham, Stevens, Jones, Miles, Green*
1997: Deutschland GER Feller, Rohländer, Rücker, Breuer
1999: Russland RUS Tschebykina, Gontscharenko, Kotljarowa, Nasarowa, Scharowa*, Bachwalowa*
2001: Jamaika JAM Richards, Scott, Parris, Fenton, Burgher*, Hemmings*
2003: Vereinigte Staaten USA Barber, Washington, Miles Clark, Richards, Trotter*
2005: Russland RUS Petschonkina, Krasnomowez, Antjuch, Pospelowa, Firowa*, Sykina*
2007: Vereinigte Staaten USA Trotter, Felix, Wineberg, Richards, Hennagan*, Hastings*
2009: Vereinigte Staaten USA Dunn, Felix, Demus, Richards, Hastings*, Beard*
2011: Vereinigte Staaten USA Richards-Ross, Felix, Beard, McCorory, Hastings*, Baker*
2013: Vereinigte Staaten USA Beard, Hastings, Spencer, McCorory, Atkins*
2015: Jamaika JAM Day, Jackson, McPherson, Williams-Mills, Le-Roy*, Gordon*
2017: Vereinigte Staaten USA Hayes, Felix, Wimbley, Francis, Ellis*, Hastings*
2019: Vereinigte Staaten USA Francis, McLaughlin, Muhammad, Jonathas, Beard*, Felix*, Ellis*, Okolo*
2022: Vereinigte Staaten USA Diggs, Steiner, Wilson, McLaughlin-Levrone, Felix*, Whitney*, Stepter Baynes*
2023: Niederlande NED Saalberg, Klaver, Peeters, Bol, de Witte*
2025: Vereinigte Staaten USA Whittaker, Irby-Jackson, Butler, McLaughlin-Levrone, Holmes*, Effiong*, Hayes*, Wilson*
* Einsatz im Vorlauf
1969: Vereinigtes Konigreich GBR Stirling, Lowe, Simpson, Board
1971: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Kühne, Lohse, Seidler, Zehrt
1974: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Rohde, Dietsch, Handt, Streidt
1978: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Marquardt, Krug, Brehmer, Koch
1982: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Emmelmann, Busch, Rübsam, Koch
1986: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Emmelmann, Busch, Müller, Koch
1990: Deutschland Demokratische Republik 1949 DDR Derr, Hesselbarth, Schersing, Breuer
1994: Frankreich FRA Landre, Dorsile, Élien, Pérec, Scholent*
1998: Deutschland GER Feller, Rohländer, Rieger, Breuer, Knippel*, Breu*
2002: Deutschland GER Ekpo-Umoh, Rockmeier, Marx, Breuer, Kette*
2006: Russland RUS Pospelowa, Iwanowa, Saizewa, Weschkurowa, Migunowa*, Firowa*
2010: Deutschland GER Kohlmann, Cremer, Lindenberg, Hoffmann, Richards*
2012: Ukraine UKR Olischewska, Semljak, Pyhyda, Lohwynenko, Prystupa*
2014: Frankreich FRA Gayot, Hurtis, Raharolahy, Gueï, Perrossier*, Anacharsis*
2016: Vereinigtes Konigreich GBR Diamond, Onuora, Doyle, Bundy-Davies, Adeoye*, Massey*
2018: Polen POL Hołub-Kowalik, Baumgart-Witan, Wyciszkiewicz, Święty-Ersetic, Kaczmarek*, Dąbrowska*
2022: Niederlande NED Saalberg, Klaver, de Witte, Bol, Bouma*, de Witte*
2024: Niederlande NED Klaver, Peeters, de Witte, Bol, Saalberg*, van de Wiel*, van der Schoot*
* Einsatz im Vorlauf
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