Angelo Taylor
Angelo Taylor (* 29. Dezember 1978 in Albany, Georgia) ist ein US-amerikanischer Leichtathlet. Er ist dreifacher Weltmeister und dreifacher Olympiasieger.
Karriere
Taylors Karriere als 400-Meter-Hürdenläufer begann Ende der 1990er-Jahre. Bei seinen ersten Weltmeisterschaften 1999 in Sevilla gewann er mit der 4-mal-400-Meter-Staffel der Amerikaner die Goldmedaille. Diesen Erfolg konnte er bei den Weltmeisterschaften 2001 wiederholen, beide Ergebnisse wurden nachträglich annulliert.
Als weltjahresbester Hürdenläufer fuhr er 2000 zu den Olympischen Spielen in Sydney und gewann in einem denkwürdigen Finale mit nur drei Hundertstelsekunden Vorsprung die Goldmedaille. Außerdem gewann er mit der US-Staffel Gold über 4-mal 400 Meter, welche wegen Dopings von Antonio Pettigrew wieder entzogen wurde. Mit diesem Erfolg begann seine Karriere anschließend auch aufgrund von Krankheiten zu stocken. Er konnte sich nicht mehr für Weltmeisterschaften qualifizieren, startete aber bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, um seinen Titel zu verteidigen. Im Halbfinale schied er als Vierter aus. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking konnte er seinen Erfolg von Sydney aber wiederholen und gewann die Goldmedaille über 400 Meter Hürden.
Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Osaka errang er im 400-Meter-Lauf die Bronzemedaille in 44,32 s. Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin gewann er für die USA erneut Gold im Staffelrennen. Damit gehörte er nunmehr zum vierten Mal der siegreichen 4-mal-400-Meter-Staffel der USA an.
2012 verpasste er bei den Olympischen Spielen 2012 in London mit der 4-mal-400-Meter-Staffel Olympiagold. Taylor hatte als Schlussläufer im Zielsprint mit Ramon Miller aus den Bahamas das Nachsehen und musste sich mit Silber begnügen.[1]
Angelo Taylor hat bei einer Größe von 1,88 m ein Wettkampfgewicht von 77 kg.
Persönliche Bestleistungen
- 200 m – 20,50 s (2008)
- 300 m – 32,67 s (2002)
- 400 m – 44,05 s (2007)
- 400 m Hürden – 47,25 s (2008)
Verurteilung und Suspendierung
2005 geriet er auf nichtsportliche Weise in die Schlagzeilen, weil er in zwei Fällen wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen verhaftet wurde. Im nachfolgenden Prozess bekannte er sich schuldig, zwei 15-jährige Mädchen verführt zu haben, und wurde Anfang 2006 zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt. Deshalb wurde er 2019 vom Leichtathletik-Verband der USA (USATF) nach einer Beschwerde suspendiert.[2]
Einzelnachweise
- ↑ HDsports.at: US-Damen Staffel sprintet zum Weltrekord!, 10. August 2012
- ↑ Suspendierung von Angelo Tayler
Weblinks
1912: Vereinigte Staaten 48 USA Sheppard, Lindberg, Meredith, Reidpath
1920: Vereinigtes Konigreich GBR Griffiths, Lindsay, Ainsworth-Davis, Butler
1924: Vereinigte Staaten 48 USA Cochran, Stevenson, McDonald, Helffrich
1928: Vereinigte Staaten 48 USA Baird, Spencer, Alderman, Barbuti
1932: Vereinigte Staaten 48 USA Fuqua, Ablowich, Warner, Carr
1936: Vereinigtes Konigreich GBR Wolff, Rampling, Roberts, Brown
1948: Vereinigte Staaten 48 USA Harnden, Bourland, Cochran, Whitfield
1952: Jamaika 1906 JAM Wint, Laing, McKenley, Rhoden
1956: Vereinigte Staaten 48 USA Jenkins, Jones, Mashburn, Courtney
1960: Vereinigte Staaten USA Yerman, Young, Davis, Davis
1964: Vereinigte Staaten USA Cassell, Larrabee, Williams, Carr
1968: Vereinigte Staaten USA Matthews, Freeman, James, Evans
1972: Kenia KEN Asati, Nyamau, Ouko, Sang
1976: Vereinigte Staaten USA Frazier, Brown, Newhouse, Parks
1980: Sowjetunion URS Valiulis, Linge, Tschernezki, Markin, Burakow*
1984: Vereinigte Staaten USA Nix, Armstead, Babers, McKay, Smith*, McCoy*
1988: Vereinigte Staaten USA Everett, Lewis, Robinzine, Reynolds, Valmon*, McKay*
1992: Vereinigte Staaten USA Valmon, Watts, Johnson, Lewis, Jenkins Jr.*, Hall*
1996: Vereinigte Staaten USA Harrison, Smith, Mills, Maybank, Rouser*
2000: Nigeria NGR Udo-Obong, Chukwu, Monye, Bada, Awazie*, Gadzama*
2004: Vereinigte Staaten USA Otis Harris, Derrick Brew, Jeremy Wariner, Darold Williamson, Willie*, Rock*
2008: Vereinigte Staaten USA Merritt, Taylor, Neville, Wariner, Clement*, Witherspoon*
2012: Bahamas BAH Brown, Pinder, Mathieu, Miller
2016: Vereinigte Staaten USA Hall, McQuay, Merritt, Roberts, Clemons*, Verburg*
2020: Vereinigte Staaten USA Cherry, Norman, Deadmon, Benjamin, Stewart*, Ross*, Norwood*
2024: Vereinigte Staaten USA Bailey, Norwood, Deadmon, Benjamin, Wilson*
1983: Sowjetunion SUN Lowatschow, Traschtschyla, Tschernezki, Markin
1987: Vereinigte Staaten USA Everett, Haley, McKay, Reynolds, Franks*, Pierre*
1991: Vereinigtes Konigreich GBR Black, Redmond, Regis, Akabusi, Mafe*, Richardson*
1993: Vereinigte Staaten USA Valmon, Watts, Reynolds, Johnson, Pettigrew*, Mills*
1995: Vereinigte Staaten USA Ramsey, Mills, Reynolds, Johnson, Lyles*, Hall*
1997: Vereinigtes Konigreich GBR Thomas, Black, Baulch, Richardson, Hylton*
1999: Polen POL Czubak, Maćkowiak, Bocian, Haczek, Długosielski*
2001: Bahamas BAH Moncur, Brown, McIntosh, Munnings, Oliver*
2003: Frankreich FRA Djhone, Keïta, Diagana, Raquil, Douhou*
2005: Vereinigte Staaten USA Rock, Brew, Williamson, Wariner, Smith*, Merritt*
2007: Vereinigte Staaten USA Merritt, Taylor, Williamson, Wariner, Jackson*, Clement*
2009: Vereinigte Staaten USA Taylor, Wariner, Clement, Merritt, Larry*, Jackson*
2011: Vereinigte Staaten USA Nixon, Jackson, Taylor, Merritt, Torrance*, Berry*
2013: Vereinigte Staaten USA Verburg, McQuay, Hall, Merritt, Harris*, Mance*
2015: Vereinigte Staaten USA Verburg, McQuay, Nellum, Merritt, Clemons*, Norwood*
2017: Trinidad und Tobago TTO Solomon, Richards, Cedenio, Gordon, Quow*
2019: Vereinigte Staaten USA Kerley, Cherry, London, Benjamin, Richard*, Norwood*, Strother*
2022: Vereinigte Staaten USA Godwin, Norman, Deadmon, Allison, Bassitt*, Norwood*
2023: Vereinigte Staaten USA Hall, Norwood, Robinson, Benjamin, Bassitt*, Boling*, Bailey*
2025: Botswana BOT Eppie, Tebogo, Ndori, Kebinatshipi, Scotch*
* Einsatz im Vorlauf
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